Swetlana Walentinowna Gontscharenko

Swetlana Walentinowna Gontscharenko
Medaillenspiegel

Sprinterin

Russland Russland
Olympische Spiele
Bronze 2000 Sydney 4 × 400 m
Weltmeisterschaften
Gold 1999 Sevilla 4 × 400 m
Silber 1995 Göteborg 4 × 400 m
Europameisterschaften
Silber 1998 Budapest 4 × 400 m
Silber 1994 Helsinki 400 m
Hallenweltmeisterschaften
Gold 1999 Maebashi 4 × 400 m
Gold 1997 Paris 4 × 400 m
Gold 1995 Barcelona 4 × 400 m
Silber 2004 Budapest 200 m
Silber 1999 Maebashi 200 m
Bronze 1997 Paris 200 m
Halleneuropameisterschaften
Gold 1998 Valencia 200 m
Gold 1994 Paris 400 m

Swetlana Walentinowna Gontscharenko (russisch Светлана Валентиновна Гончаренко; * 28. Mai 1971 in Rostow am Don) ist eine ehemalige russische Sprinterin. Sie war vor allem im 200-Meter-Lauf und mit der russischen 4-mal-400-Meter-Staffel erfolgreich.

Leben

International trat sie zunächst im 400-Meter-Lauf in Erscheinung. 1994 gewann sie auf dieser Strecke bei den Halleneuropameisterschaften in Paris die Goldmedaille und bei den Europameisterschaften in Helsinki hinter der Französin Marie-José Pérec die Silbermedaille.

1995 holte sie mit dem Sieg bei den Hallenweltmeisterschaften in Barcelona die erste von zahlreichen internationalen Medaillen mit der russischen 4-mal-400-Meter-Staffel. Die nächste folgte bereits im selben Jahr mit dem zweiten Platz bei den Weltmeisterschaften in Göteborg.

Bei den Olympischen Spielen 1996 in Atlanta dagegen verpasste sie mit der Staffel den Einzug in das Finale. Im 400-Meter-Lauf erreichte sie die Halbfinalrunde. Bei den Hallenweltmeisterschaften 1997 in Paris siegte sie mit der Staffel in der damaligen Weltrekordzeit von 3:26,84 min und holte über 200 m die Bronzemedaille.

1998 wurde sie in Valencia Halleneuropameisterin über 200 Meter und belegte bei den Europameisterschaften in Budapest mit der Staffel den zweiten Rang. 1999 wurde sie bei den Hallenweltmeisterschaften in Maebashi hinter der Rumänin Ionela Târlea Zweite im 200-Meter-Lauf und gewann mit der Staffel in der damaligen Weltrekordzeit von 3:24.25 min die Goldmedaille. Ein weiterer Sieg mit der Staffel folgte im selben Jahr bei den Weltmeisterschaften in Sevilla.

Bei den Olympischen Spielen 2000 in Sydney belegte sie in der russischen 4-mal-400-Meter-Staffel gemeinsam mit Julija Sotnikowa, Olga Kotljarowa und Irina Priwalowa den dritten Rang. Da die siegreiche US-amerikanische Staffel später wegen Dopings ihrer Läuferin Marion Jones nachträglich disqualifiziert wurde, besteht die Möglichkeit, dass die russische Mannschaft in der Wertung noch um einen Rang aufrückt.[1]

Bei den Hallenweltmeisterschaften 2004 in Budapest gewann Gontscharenko die Silbermedaille im 200-Meter-Lauf. Sie hatte das Ziel zwar ursprünglich nur als Dritte erreicht, profitierte aber von der nachträglichen Disqualifikation ihrer Landsfrau Anastassija Kapatschinskaja wegen Dopings. Außerdem wurde Gontscharenko zweimal Russische Meisterin, 1996 über 400 und 1997 über 200 Meter.[2]

Swetlana Gontscharenko hatte bei einer Körpergröße von 1,76 m ein Wettkampfgewicht von 61 kg.

Bestleistungen

  • Swetlana Walentinowna Gontscharenko in der Datenbank von Olympedia.org (englisch)

Einzelnachweise

  1. olympic.org: IOC announces more stringent measures in its fight against doping (engl.), 10. April 2008
  2. gbrathletics.com: Russian Championships
Logo der World Athletics Weltmeisterinnen mit der 4-mal-400-Meter-Staffel
* Einsatz im Vorlauf
* Einsatz im Vorlauf
Halleneuropameisterinnen im 400-Meter-Lauf

Europäische Hallenspiele
1966Helga Henning | 1967Karin Wallgren | 1968Natalja Petschonkina | 1969Colette Besson

Halleneuropameisterschaften
1970Marilyn Neufville | 1971Wera Popkowa | 1972Christel Frese | 1973Verona Bernard | 1974Jelica Pavličić | 1975Verona Elder | 1976Rita Wilden | 1977Marita Koch | 1978Marina Sidorowa | 1979Verona Elder | 1980Elke Decker | 1981Jarmila Kratochvílová | 1982Jarmila Kratochvílová | 1983Jarmila Kratochvílová | 1984Taťána Kocembová | 1985Sabine Busch | 1986Sabine Busch | 1987Marija Pinigina | 1988Petra Müller | 1989Sally Gunnell | 1990Marina Schmonina | 1992Sandra Myers | 1994: Swetlana Gontscharenko | 1996Grit Breuer | 1998Grit Breuer | 2000Swetlana Pospelowa | 2002Natalja Antjuch | 2005Swetlana Pospelowa | 2007Nicola Sanders | 2009Antonina Kriwoschapka | 2011Denisa Rosolová | 2013Perri Shakes-Drayton | 2015Natalija Pyhyda | 2017Floria Gueï | 2019Léa Sprunger | 2021Femke Bol | 2023Femke Bol

Personendaten
NAME Gontscharenko, Swetlana Walentinowna
ALTERNATIVNAMEN Гончаренко, Светлана Валентиновна (russisch); Goncharenko, Svetlana (englisch)
KURZBESCHREIBUNG russische Leichtathletin
GEBURTSDATUM 28. Mai 1971
GEBURTSORT Rostow am Don